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Stottern · Poltern · Mutismus

Stottertherapie in Solingen

Stottern hat nichts mit Nervosität oder Erziehung zu tun. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, flüssiger und vor allem entspannter zu sprechen – und beraten Eltern und Angehörige.

Grundlagen

Was ist Stottern?

Beim Stottern wird der Redefluss unwillkürlich unterbrochen. Laute oder Silben werden wiederholt („Ba-ba-ball“), gedehnt („Mmmama“), oder man bleibt mit spürbarer Anspannung an einem Laut hängen (Blockade). Oft kommen Begleitreaktionen hinzu, etwa Blinzeln, Mitbewegungen oder das Vermeiden bestimmter Wörter und Situationen.

Stottern beginnt meist im Kindesalter, häufig zwischen zwei und fünf Jahren. Bei vielen Kindern verschwindet es wieder, bei manchen bleibt es bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Poltern und Mutismus

Beim Poltern ist das Sprechen sehr schnell und überhastet, Silben werden verschluckt und die Verständlichkeit leidet. Beim Mutismus spricht ein Kind in bestimmten Situationen nicht, zum Beispiel im Kindergarten, obwohl es sprechen kann. Beides behandeln wir ebenfalls.

Anzeichen

Wann sollte man Stottern abklären lassen?

  • Das Stocken hält länger als etwa sechs Monate an.
  • Ihr Kind spannt sich beim Sprechen sichtbar an, presst oder bleibt hängen.
  • Ihr Kind vermeidet Wörter oder Situationen oder leidet erkennbar unter dem Stottern.
  • In der Familie stottern noch andere Menschen.
  • Als Jugendliche:r oder Erwachsene:r schränkt Sie das Stottern in Alltag, Schule oder Beruf ein.

Lieber einmal zu früh als zu spät: Eine Abklärung belastet Ihr Kind nicht, und Sie wissen danach, ob Abwarten reicht.

Therapie

Wie wir Stottern behandeln

Welcher Weg passt, entscheiden wir gemeinsam nach der Diagnostik – abhängig von Alter, Ausprägung und Ihren Zielen.

Stottermodifikation

Sie lernen, beim Stottern lockerer zu werden, Blockaden zu lösen und weniger Angst vor dem Sprechen zu haben. Ziel ist entspanntes, selbstbewusstes Sprechen.

Fluency-Shaping

Sie lernen eine veränderte, weiche Sprechweise, mit der Stottern seltener auftritt – und übertragen sie Schritt für Schritt in den Alltag.

Atem- und Sprechtraining

Ruhige Atmung, weiche Stimmeinsätze und ein angenehmes Sprechtempo unterstützen den Redefluss.

Kinder

Bei kleinen Kindern arbeiten wir spielerisch und beziehen die Eltern eng ein. Oft ist die Beratung der Familie ein wichtiger Teil der Therapie.

Umfeldberatung

Mit Ihrem Einverständnis beraten wir auch Kita, Schule oder Arbeitsumfeld, wie sie gut mit dem Stottern umgehen können.

Auch auf Italienisch

Die Therapie ist auf Deutsch, auf Italienisch oder in beiden Sprachen möglich. In italiano

Fragen

Häufige Fragen zum Stottern

Bei Kindern verschwindet Stottern häufig wieder, besonders mit früher Unterstützung. Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist das Ziel meist, flüssiger und entspannter zu sprechen und das Stottern gut zu kontrollieren.

Nein. Gerade bei kleinen Kindern lohnt sich eine frühe Abklärung. Ob eine Therapie nötig ist oder eine Beratung der Eltern reicht, besprechen wir nach der Diagnostik.

Lassen Sie Ihr Kind ausreden, ohne Sätze zu beenden oder Tipps wie „Sprich langsam“ zu geben. Halten Sie Blickkontakt und reagieren Sie auf den Inhalt, nicht auf das Stottern.

Ja. Wir behandeln Jugendliche und Erwachsene ebenso wie Kinder – mit ärztlicher Verordnung, zum Beispiel vom Hausarzt oder HNO-Arzt.

Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlung befreit, Erwachsene zahlen die gesetzliche Zuzahlung.

Sprechen Sie uns an

Ob für Ihr Kind oder für Sie selbst: Wir nehmen uns Zeit, hören zu und finden gemeinsam den passenden Weg.